Auftragsarbeit // Poster Hochschulparty

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Und schon wieder eine Auftragsarbeit. Der studentische Konvent meiner Hochschule bat mich ein Plakat für die anstehende Hochschulparty zu gestalten. Es gab keine Mottovorgabe oder ähnliches, also entschied ich mich, ein möglichst schlicht es und trotzdem möglichst lautes Design zu finden. Der konkrete Impuls war dann diese zweifarbige Schriftart („Semester Opening Party“), die mich ein wenig an Popart erinnerte. Davon ausgehend wählte ich die weiteren Schriftarten aus und gab der Sprechblase diese Retro-Form.

Eine interessante Beobachtung habe ich gemacht: Das Plakat wurde (um Kosten zu sparen) einfach auf einem Farbdrucker ausgedruckt. Und das sieht gar nicht so schön aus. Das ist an sich ja gar nix neues – je nach Druckerqualität ist das Ergebnis gut oder eben nicht so. Aber ich habe das noch nie aus der Sicht des Grafikdesigners gesehen: Man steckt da ja schon Arbeit und Zeit rein und dann ist es ein bisschen enttäuschend, das, was so viel mehr Potenzial hätte, in mittelgut zu sehen – das soll auf keinen Fall heißen, dass ich finde, das mein Plakat, das beste der Welt ist oder so. Aber in guter und sauberer Auflösung, ohne weißen Rand und ohne Farbunreinheiten wäre es eben ein bisschen schöner.

Also hier mein Aufruf: Wenn ihr schon einen „richtigen“ Designer engagiert, dann schaut, dass auch die Ausführung gut ist. Eigentlich lohnt es sich erst dann wirklich.

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Auftragsarbeit // Flyer EMP-Symposion

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Es gibt eine neue Kategorie auf meinem Blog: Auftragsarbeiten. Wie ihr wisst, bin ich keine ausgebildete Designerin, Malerin oder irgendetwas dergleichen. Ich habe einfach „nur“ Spaß am rumprobieren mit Farben und Formen. Und dennoch kommt es gelegentlich vor, dass ich gefragt werde, ob ich nicht eine Idee hätte für irgendein Ereignis oder Projekt von jemand anderem. Darüber fühle ich mich immer sehr geehrt!

Die Ergebnisse sind dann wirklich etwas ganz besonderes: Schließlich mache ich sie nicht für mich im stillen Kämmerlein, sonder für jemand anderen und versuche dabei natürlich so gut es geht den Wünschen zu entsprechen.

In diesem Fall ist es sogar noch besonderer. Vor einiger Zeit gab es eine Ausschreibung des Arbeitskreises EMP (Elementare Musikpädagogik) in Deutschland für die Gestaltung des Flyers eines anstehenden Symposions. Die Gewinneridee würde mit einem Preisgeld belohnt und darüber hinaus als Titelblatt des Flyers verwendet werden. Ich bin schon ein bisschen stolz, sagen zu können, dass meine Idee ausgewählt wurde.

Dieses Symposion hat am vergangenen Wochenende stattgefunden und es war ein sehr schönes Gefühl, in den Händen aller Teilnehmer „meinen“ Flyer zu sehen.

 

 

Scrapbooking // Dänemark // Part 4

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Soderle, hier ist die nächste Seite. Und ich muss sagen, die ist schon jetzt einer meiner Favoriten: Ein schöner Hintergrund und der Rest ganz schlicht: ein großes und ein kleines Foto, eine Eintrittskarte (die auch noch richtig schön ist) und eine Zeichnung. Mehr braucht es manchmal gar nicht.

An einem unserer Urlaubstage in Ribe haben wir eine Turmbesteigung gemacht – das ist in meiner Familie Tradition: in jeder Stadt (und wir haben als ich klein war viele Eintages-Städtetrips gemacht) wurde ein Turm gesucht, auf den man steigen kann. Ich mag es auch wirklich gern. Man sieht den Ort, an dem man ist, einfach nochmal mit anderen Augen, aus einer anderen Perspektive und bekommt so die Entfernungen und Größenverhältnisse von einer Stadt noch mal ganz anders mit. In Ribe war die Stimmung durch den Nebel und den Wind wirklich etwas ganz Besonderes.

Das Herzstück dieser Seite (und warum ich sie so gerne mag) ist die Zeichnung von Innenleben des Turms. Zu sehen war sie auf irgendeinem der Stockwerke und ich habe beim Vorbeigehen ein schnelles Foto geschossen, damit ich das fürs Fotoalbum hab. Leider ist dieses Foto super unscharf geworden und dadurch überhaupt nicht verwendbar. Im Internet hab ich das Bild nicht gefunden und dann hab ich mich kurzerhand dazu entschlossen, es so gut es geht abzumalen.

Ich war insgesamt bestimmt eine Stunde damit beschäftigt: Mit Bleistift vormalen – erst per Augenmaß, um dann festzustellen, dass die Proportionen überhaupt nicht passen und dann nochmal mit Messen. Danach mit Fineliner nachmalen. Währenddessen habe ich mich oft gefragt, wofür diese ganzen Kleinigkeiten wohl sind, welche Ecken und Kanten nur zur Zierde sind oder aus welchem Material die einzelnen Linien in echt bestehen.

Ich kann das wirklich nur empfehlen: Abmalen erfordert viel Aufmerksamkeit und Konzentration, gleichzeitig kann man wunderbar darin versinken, sich fast wie ein Architekt fühlen und am Ende lohnt es sich wirklich.

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Scrapbooking // Dänemark // Part 3

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Die nächste Seite in meinem Dänemark-Scrapbook ist fertig. Sie gehört thematisch immer noch in die Strandserie. An diesem total verrückten Strand auf Römö – dass man bis fast zum Wasser mit dem Auto fahren kann, kommt mir immer noch absurd vor – saßen wir doch ein, zwei Stündchen und haben uns den Wind um die Nase pusten und die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Und wir haben Kuchen gegessen. Und so ist dann auch das Selfie entstanden, was – obwohl wir beide die Augen fast zu haben – richtig schön ist, wie ich finde.

Deswegen ist diese Seite auch ein bisschen kitschig geworden. Herzchensticker waren angesagt. Ich musste mich auch zurückhalten, nicht noch mehr davon zu verteilen.

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Der Tag ist aus der IKEA-Papierabteilung. Und ich war super nervös, drauf zu schreiben. Ich finde, dass die Beschriftung der Fotos und der dann schon fast fertigen Seiten eine der schwierigsten Aufgaben beim Scrapbooken ist.

Erstens, weil man sich ja irgendwie geistreiche Sachen ausdenken will. Es soll ja entweder lustig oder inspirierend sein oder an eine ganz besondere Situation erinnern. Dafür will man dann nicht zu viel und nicht zu wenig schreiben, nichts vergessen, aber auch nicht jedes kleine Detail auflisten.

Und zweitens, weil man – wenn man sich dann den perfekten Spruch oder den passendsten Kommentar ausgedacht hat – ja immer noch eine Art und Weise finden muss, diesen aufzuschreiben: handschriftlich oder mit Schreibmaschine bzw. gedruckt,  geklebt oder gestempelt, groß oder klein, dick oder dünn, geschwungen oder eckig, und so weiter und so fort. Es gibt endlose Möglichkeiten dafür und mir fällt es immer überraschend schwer, mich zu entscheiden.

Das geht oft sogar so weit, dass ich das Beschriften immer weitern verschiebe und dann am Ende ganz vergesse oder vielleicht eher verdränge. Mein erstes Scrapbook ist aus dem Jahr 2015 und da sind viele, viele Seiten unbeschriftet – ich befürchte, das wird auch so bleiben…

Wie handhabst du das mit der Beschriftung? Machst du das immer gleich? Fällt dir immer gleich was ein?

Aber zurück zu dieser Seite. Auf dem Bild sieht man noch eine Gefahr beim Beschriften – nur gefährlich von ungeduldige Menschen. Ich hab mir mit Bleistift vorgemalt, wie ich schreiben will und habe das dann feinsäuberlich mit fast ruhiger Hand nachgepinselt. Tzja und dann wollte ich den Bleistift wegradieren… Ihr könnt euch schon denken, bzw. sehen was passiert ist: Ich habs verschmiert! Waaaaa, so was blödes – einfach nur, weil ich nicht lang genug warten konnte.

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Unten auf der Seite ist noch ein Mitbringsel verbastelt: Eine Postkarte vom dänischen Maler Ib Antoni. Ich hatte diese Karte eigentlich mit dem Hintergedanken gekauft, sie in meine Titelseite zu integrieren, aber die war dann auf ein Mal fertig und die Postkarte war nicht drauf. Tja, so kommt das manchmal. Farblich hat sie aber so gut auf diese Seite gepasst, dass ich mich kurzerhand dazu entschieden habe, sie hier zu verwenden.

 

Scrapbooking // Dänemark // Part 2

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Die erste Doppelseite in meinem Dänemark-Fotoalbum ist fertig und ich bin ganz zufrieden. Farblich hab ich mich vom Meer inspirieren lassen und hab ein paar passende Accessoires gefunden…

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Als Hintergrund dient hier ganz simpler Kraftkarton – das wirst du noch öfter sehen. Ich hab mir ein ganzes Paket gekauft und werde das in diesem Fotoalbum als ausgleichende und beruhigende Farbe nehmen. Coolerweise ist das Kraftpapier mit der schönen Struktur (weiß jemand, wie das heißt, dass das Papier so „gestreift“ ist?) in einem anderen Farbton und ich kann es daher gut als Akzent einsetzen. Außerdem ist es dünn genug, dass ich es mit meiner Schreibmaschine beschreiben kann – der Karton ist nämlich leider zu dick dafür, so wie auch das meiste Scrapbooking-Papier. Das wäre danach gewellt…

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Die Vögel und der Römö-Schriftzug sind aus einem Touristen-Heftchen. Besonders schön – was man hier nur erahnen kann – ist, dass die großen Buchstaben sich ein bisschen abheben, also geletterpressed sind. Abgerundet mit ein paar meerfarbenen Washitapes ist das eine ganz schöne Seite geworden.

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Auf der rechten Seite kommen die wunderbaren Cheerz-Polraoid-Style Fotos richtig schön zur Geltung. Ganz simpel, gibt es 4 gleichgroße Rechtecke, eines davon aus Kraftpapier, die anderen Fotos und alle sind unten mit einem Stück buntem Papier bzw. Washi verziert.

Und der Hintergrund! Ich hab mir für dieses Fotoalbum extra ein paar Seiten Scrapbooking-Papier in rot und blau bei danipeuss bestellt und es macht richtig Spaß, die Seiten zu verwenden. Und weil ich ja in DIN A 4 scrappe nicht 12×12 inch hab ich immer noch ein bisschen Papier übrig, was ich in Schnipselform weiterverwenden kann.

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Tzja, und da wollte ich einfach noch ein bisschen ein Musterchaos machen und schaun wie die Sticker auf dem Hintergrund aussehen. Ich bin nicht hunderprozentig überzeugt, aber ich lass es jetzt trotzdem so.

Scrapbooking // Dänemark // Part 1

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Es ist Zeit für ein neues Projekt:
Ein Fotoalbum von meinem wunderbaren Dänemark-Urlaub!

In letzter Zeit hab ich mich immer wieder mit Typographie beschäftigt: Ich probiere sehr gern neue Schriftarten aus und immer mal wieder übe ich das, was man faux calligraphy nennt. Also nicht mit einer Feder oder so sondern, naja, quasi hübsche Schreibschrift mit ein paar Schattierungseffekten.

Das hier ist das Deckblatt von meinem Dänemark-Scrapbook. Eigentlich wollte ich eine Art Statistik von unserem Roadtrip machen, mit gefahrenen Kilometern, Tankstellen, geschossene Fotos und so weiter, aber da sind mir nicht genügend lustige Sachen eingefallen. Also wurde es nun doch ein relativ schlichtes Titelbild. In irgendeinem meiner kleinen Heftchen hab ich dann noch das Herz in dänischen Farben entdeckt und schließlich hat auch dieses großartige Gruppenselfie einen Platz auf der Seite verdient.

INFO Das Scrapbook-Album ist in diesem Fall ein DIN A 4 Kraftpapier-Ringordner mit 4 Ringen. Ich verwende klare Hüllen (hin und wieder eine mit Größe DIN A 5) und das Farbschema ist Kraftpapier (ich mags einfach soo gern) in Kombination mit rot (wegen der dänischen Flagge) und blau (wegen Meer).